|
Es ist verdammt kalt im November in Berlin, aber ich konzentriere mich auf die Planung von einer Wrackexpedition im Roten Meer. Nach einigen Minuten denke ich nur noch an warmes Wasser und klare Sicht und einer erfreulichen Aussentemperatur ( das wird sich noch rächen). Neben den klassischen Wracks bei Abu Nuhas, wie die Giannis D oder Carnatic will ich diesmal die Gruppe unbedingt zur Ulysses und zur Rosalie MÖller führen. Die Ulysses wartet schon seit ca. 6 Jahren auf meinen Besuch. Bisher haben Wind und Welle einen Versuch scheitern lassen. Um dieses Wracks zu betauchen würde ich ja glatt eine ganze Woche verschwenden, aber die anderen in unserer Gruppe wollen auch eben die anderen Klassiker in dieser Gegend betauchen. Die Thistlegorm darf da genauso wenig fehlen wie die Dunraven und zudem soll ich auch das Yolanda Reef mit den Resten der Ladung der Yolanda einplanen.
Von Anfang ist klar, das ich mich nicht an die klassischen Anbieter von Safari Touren im Roten Meer wenden werde, da ich mir dabei nicht sicher sein kann, das gebuchte Schiff zu besteigen oder auch meine Wracks überhaupt angefahren werden. Da ich als ehemaliger diveguide in Hurghada immer meine Kontakte aufrecht erhalten habe, versuche ich erstmal ein passendes Schiff für uns 13 zu finden. Die Eckdaten als Vorgabe dabei sind einfach: länger als 30m und breiter als 6,50m. Doppelkabinen mit eigener Aircon und eigenen Duschen. Nach vergeblichen Versuchen alles per Telefon zu regeln bin ich kurzentschlossen nach Hurghada geflogen und entkomme dem Winter für ein paar Tage. In Hurghada ist alles wie immer: schwaier, schwaier( ruhig, ruhig) mumkin bukra( vielleicht morgen) sind ja jedem bekannt und so sitze ich halt mal wieder ziemlich entspannt in einem ägyptischen office und trinke Tee. Aber die Androhung von bakschisch und ‘a lot of floose’(eine Menge Geld) bewirken immer noch gesteigerte Aufmerksamkeit. So werde ich überraschend schnell mit Sabry Khalaf handelseinig ( das hätte mich eigentlich stutzig werden lassen) Ich buche die Flying Angel für 1 Woche im Mai. Mit 40m Länge und ca 7,50m Breite und 12 Doppelkabinen ist dieses Schiff mehr als ausreichend. Ein Stahlschiff mit riesigen Sonnendecks und 2 Bars an Bord, allerdings Nitrox nur per Partialdruckmethode. Aber im Vollcharter für 8500.-€ nehme ich das in Kauf. Ein Treffen auf der Boot in Düsseldorf zur Anzahlung wird vereinbart und mit einem Grinsen verlasse ich ich nach 1 Woche Hurghada. Zwar hätte ich andere Schiffe für deutlichst weniger bekommen, aber die 40m Länge haben mich mehr als gereizt. --Bis zur Boot sind es noch 3 Wochen und so plane ich schon mal eine virtuelle Route. Es soll von Hurghada zuerst nach Siyul Soraya zum eintauchen und den Check Dives und anschließend gleich nach Bluff Point ( da liegt die Ulyyses in der Nähe) in Bluff Point liegt zudem noch ein Leichter auf Grund, der immer zu betauchen ist. Danach zur Thistlegorm, Ras Mohammed mit Sharkpoint oder Jackfish alley und Yolanda reef, danach beacon rock mit der dunraven, zurück nach Bluff point zum übernachten, damit früh morgens die Rosalie Möller betaucht werden kann. und auf der Rückfahrt dan Abu Nhas mit Giannis D, Carnatic, Seastar, Chrisoula K, Kimon M. und dann über shab paradise ab nach Hause. Na ja eben alles abhängig vom Wetter, aber das wird gut, da bin ich sicher.
Die Boot in Düsseldorf hat eröffnet und ich treffe auch gleich am Eröffnungstag ein und treffe mich erstmal mit Ex Kollegen und den Größen der Zulieferindustrie und mache die Ehrenrunde bei Padi und dem TDI. Als ich schon keinen Kaffee mehr sehen kann und auch der O-Saft langsam langweilig ist , begebe ich mich zur Red Sea Association und erfahre die neuen Gesetze für Safaris im Roten Meer. Alles hört sich gut an und dann treffe ich tatsächlich den Schiffseigner am Stand der R.S:A. Das viele Geld drückt in der Tasche, aber erstmal Tschai trinken am Tisch und mir die ganzen Beschwerden über Mitbewerber, Terroristen, und intolerante Touristen anhören. Geht zwar alles in einem Satz, aber contract und Geld erst bukra. Am nächsten Tag der Hammer: der Preis ist nicht zu halten ....:-( , aber auch das kenne ich als alter Ägyptenfahrer: nachverhandeln lohnt manchmal, so denken die Ägypter halt. Und so kriegt er sein Geld halt erst März, wer nicht hören will muss fühlen, das verstehen alle Ägypter. Ich fahre nach Hause, aber schon mit leichtem grummeln im Bauch. Die nächsten Wochen sind ereignislos und pünktlich zum 1 März kommt die freundliche Nachricht , das das Schiff nicht mehr verfügbar ist durch einen Massiven Schaden am Bug. Auf Nachfrage in Ägypten hört sich das alles aber( zumindest im nachhinein) so komisch an, das ich mir denke, das der Ägypter einfach jetzt ein besseres Angebot für sein Schiff bekommen hat. Aber ein Ersatz Schiff ist wundersamer weise mit ca 20 Telefonaten und mehreren Faxen verfügbar, mit ca 35m Länge und 7m Breite und einer super Luxus Ausstattung , wie die Fotos auch belegen. Preis ok, Eigner will langfristig mit mir buchen und ich bin froh und glücklich. Der neue Schiffseigner warnte noch eindringlich vor Geschäften mit Sabry K.(flying angel), der würde alle betrügen, da habe ich ja noch Schwein gehabt. Alles ist im Lot die Safari kann kommen.(Sabry K. wurde zwischenzeitlich verhaftet wegen Betrügereien in Hurghada und muss sich sicherlich demnächst verantworten)
Mai, endlich wieder in Ägypten. Ich bin inzwischen verheiratet und 1 Woche früher angereist um mit meiner Frau entspannt tauchen zu gehen und gemeinsam unsere ägyptischen Freunde zu besuchen.
Das Schiff liegt wie versprochen in der Marina zum Vorchecking und alles ist besser als ich dachte oder die Fotos aussagen. Jetzt kann ich beruhigt die Gäste vom Airport abholen.
Am Ablegetag gibt es noch kleine Ungereimtheiten zum Bierpreis und Sorte und die Zusatzgebühr für ras Mohammed(war eigentlich inklusiv), aber 2€/ Person lassen keinen Ärger aufkommen. Man einigt sich auf sakkara und 12 Pfund auch dieses Problem ist aus der Welt. Das erste Abendessen an Bord ist schlicht und knapp, aber irgendwie ok. Wir legen wie versprochen ab und bereits nach kurzer Zeit stelle ich fest, dieses Schiff hat nicht nur auf dem Papier 2 große Motoren, wir rasen mit satten 19 Knoten übers Meer. Nur der Wind macht mir zu schaffen, Windstärke 4-5 lassen mich ahnen das einiges nicht betauchbar sein wird. Die freie See empfängt uns dann auch mit 3m hohen Wellen. Ich habe einen Heidenspass mit diesem Seegang, andere fragen da schon mal nach der richtigen Seite zum Entleeren und über Seekrankheitsmittelchen. Meine Scherze , das da nur Haribo Konfekt und der Blick auf den Horizont helfen werden mir aber nicht übelgenommen. In Siyul Soraya angekommen, machen sich alle zum Checkttauchen fertig und wir haben die ersten Begegnungen mit Schildkröten und Napoleon Fischen. Allerdings fällt nach unserem auftauchen die Aircondition im gesamten Schiff aus. Noch sagt der Mechaniker: ma fish mushkella( kein problem) mumkin bukkra, in’sh ‘allah, das kenne ich doch irgendwo her?
Weiter zu Bluff Point und schnell den Leichter betaucht und andauernd ist ein Riesen Napoleon um uns herum. Der erste kommt mir entgegen und beklagt sich Unterwasser über schlechte Luft. Nach dem Auftauchen müssen wir feststellen, das beide Kompressoren Lagerschäden bekommen haben, und das 3 Tage nach der Revision durch einen deutschen Bauer Kompressor Fachmann in Hurghada, da hat er wohl Mist gebaut. Mit Bordmitteln nicht zu reparieren , so das ernüchternde Ergebnis. Safari vorbei?, ma fish mushkella, wir fahren die Nacht durch zurück nach Hurghada, holen einen neuen Kompressor ab und auch gleich neue Tanks. und stehen morgens um 9 in Abu Nuhas. Ich war schon so oft in Ägypten , das ich diese Zeitplanung nicht glauben wollte und mit dem Kaptän gewettet habe. Und was macht der? der fährt volle kraft mit über 20 Knoten die Nacht nach Hurghada, in einer waghalsigen Aktion neuen Kompressor und Tanks an Bord und pfeffert in 1,5 Std von Hurghada nach Abu Nuhas. 8.45 Ankunft dort und ich habe nach der Safari einen Biergast mehr auf meiner Rechnung:-)
Es ist immer noch sehr windig und die Fahrt mit dem Zodiac zur Giannis D wird sehr sportlich. Im Briefing wurde jedem eindrücklich die Probleme bei hohem Seegang nochmals erklärt und das nach dem absetzen der Treffpunkt Unterwasser in ca 5m Tiefe sein wird und nicht an der Oberfläche. Alles klappt, alle Teams im Wasser, keine Probleme bei der Hinfahrt und beim Absetzen. Die Giannis D empfängt uns mit mittlerer Sicht und ordentlich Wasserbewegung. Selbst in 16m Wassertiefe werden wir hin und hergezogen. In die Brücke einzutauchen ist nur eine Frage des richtigen Timings. Wer zum falschen Zeitpunkt durch die Tür will wird mit einer satten Gegenströmung kämpfen und wer etwas länger wartet wird hineingezogen. Das betauchen des Maschinenraums ist allerdings nur für erfahrene Wracktaucher etwas bei diesen Bedingungen, da es diesmal bei diesen Bedingungen nur einen sicheren Zugang gibt und man auch im Inneren wohl mit Strömung zu rechnen hat. Alle Teams umrunden das Wrack und tauchen tw in die Brücke, alles andere erscheint heute zu gefährlich. Nach ca 50Min tauchen alle Teams nacheinander auf und werden bei ca 2m hohen Wellen vom Zodiac empfangen und ins Boot gehievt. Zurück an Bord war die Euphorie groß und so viel niemand das wiederum sehr einfache Frühstück auf. Der nächste Tauchgang sollte uns zur Carnatic führen. Die Bedingungen haben sich leider nicht geändert, aber das Prozedere ist ja jetzt bekannt und auch jetzt klappt alles. Die Carnatic ist sicherlich sehr leicht zu betauchen, aber immer noch reizvoll, vor allen Dingen ist die Größe des Dampfseglers immer wieder beeindruckend. Natürlich versucht jedes Team die Reste der Goldmünzen Ladung zu finden , die noch im Wrack sein soll, aber ich denke das fehlende Gold haben die damaligen Bergungsleute unter sich aufgeteilt. Ich versuche jetzt zum xten Male doch noch eine komplette Flasche aus der ehemaligen Ladung zu finden, aber auch diesmal, selbst in der letzten Ecke nur Scherben und Reste. Das Auftauchen wird diesmal zum Geduldsspiel und die Dünung hat zugenommen, so das immer nur ein Taucher auftauchen kann zum einsteigen ins Zodiac. Unser Zodiac Fahrer macht aber alles richtig und so können wir heute mit als einzige direkt wieder zurück zum Schiff fahren. Andere Safariboote haben hier heute nicht so viel Glück. Ihre Zodiac’s werden reihenweise über das Riff gedrückt und stürzen sogar um . Kimon M, Chrisula K sind bei diesen Bedingungen nicht anfahrbar. Also Abfahrt Richtung Sinai. Ich nehme mir den Koch vor und schlage ihm für den nächsten Tag mal Rührei oder Omelett zum Frühstück vor. Er nickt und insh’allah..:-) Wir kommen noch rechtzeitig für einen Tauchgang bei Beacon Rock an . Hier warten die Dunraven auf uns. Dadurch das die Dunraven auf der windgeschützen Seite liegt ist auch der Wellengang nicht so hoch , bzw nicht vorhanden. Trotz genauer Anweisung setzt uns der Hilfs- Zodiacfahrer etwas zu weit ab und wir driften erstmal entspannte 20Min bis zum Wrack. Da das Wrack mit dem Rumpf zu oberst liegt ist das interressante innerhalb zu finden. Der riesige Dampfkessel ist noch an seinem Ort und eine Vielzahl an Fischen halten sich bei dem Wrack auf. Die schlanken Taucher können das Wrack unterhalb des Kessels bis nach vorne durchtauchen, die etwas grösseren müssen sich rechts am Dampfkessel vorbei nach vorne arbeiten. Alles nicht anspruchsvoll, aber reizvoll. Die riesige Schraube ist schon beeindruckend. Leider ist die Sicht mal wieder äusserst bescheiden( für Rot Meer Verhältnisse), das Wetter verhindert einen Gesamt Überblick über das Wrack. Wir entschliessen uns, trotz der schlechter werdenen Sicht direkt zum Schiff zurück zu tauchen. Bei max 5m Sicht erreichen wir es auch mit glücklicher Navigation. Ein sehr großer Napoleon begleitet uns eine Weile und böse Zungen behaupten ohne den hätten wir das Schiff nicht mehr gefunden, aber das ist natürlich Unsinn.
Wir bleiben nicht hier sondern fahren noch weiter zu Shag Rock, da wir früh morgens dann sofort an der Thistlegorm sind. Einige entscheiden sich trotz schlechter Sicht und massiver Strömung zu einem Nachttauchgang , den sie auch mit großer Anstrengung schaffen. Nachdem es jeden Tag zu Mittag entweder Fisch und zum Abend Chicken gab, hoffen wir auf Besserung, aber Chicken ist wieder an der Reihe. Zudem nicht besonders dargestellt und die Beilagen sind sehr knapp. Jetzt haben wir die Tour zur Weight Watcher Tour ausgeschrieben: hier wird keiner an Gewicht zunehmen, aber wir sind ja auch zum Tauchen hier. Die Klimaanlage ist endgültig hinüber, aber man kann ja an Deck schlafen. Die kaputte Klimaanlage verbreitet allerdings im Kabinengang unten im Schiff den zarten Geruch von erbrochenem, aber wir sind ja zum tauchen hier :-). Schon jetzt ist klar, wenn alles funktioniert, der Hauptkoch da ist ( wir haben nur den Hilfskoch an Bord), ist dieses Schiff 5 Sterne wert. So allerdings nur noch 2 Sterne(schwimmt und fährt, Grundversorgung und Tauchen geht), aber wir sind ja zum tau.....
6.00 Weckruf. die Motoren springen an, Briefing und um 6,30Uhr sind wir fertig vertäut über der Thistlegorm. 2 von uns haben die Taue direkt am Wrack festgemacht. Die Nitrox Mischungen passen und es geht direkt am Ankerseil runter zum Heck der Thistlegorm. Da hier definitv 2 Tauchgänge anstehen, egal wie der Wind auffrischt habe ich die Empfehlung ausgesprochen , beim ersten Tg das äussere zu erkunden und beim 2ten Tg das Innere des Wracks.Ich selbst habe mir wieder mal eine Stage angehängt mit verschiedenen Gasgemischen, um so lange wie möglich unten zu bleiben, ohne extreme Dekompressionszeiten zu riskieren. Ich will endlich mal die Toiletten und hinteren Räume der Thistlegorm fotografieren und nicht nur die Motorräder und Flugzeugteile. Es gibt auch bei diesem Tauchgang keine Probleme bei den Teams und dank Nitrox bleiben alle in der Nullzeit. Nach meinem letzten Besuch vor 2 Jahren hat dieses Wrack weiter Federn gelassen und inzwischen muss man sich wundern, das überhaupt noch Details an den Autos und Motorrädern vorhanden sind. Der Kohlebunker wird auch immer leerer. Nach dem Frühstück ( mit Omelette) gehts zum 2ten Tg und alle gehen diesmal nach Innen. Mein Ziel ist der Laderaum mit den Flugzeugteilen und die Lokomotive. Zudem hoffe ich darauf, das wieder einiges von den Safari Schiffen gefallen ist und auf meine Bergung wartet(ich habe hier schon mal eine Citizen gefunden). Die Strömung hat ordentlich zugenommen und ein Aufenthalt ausserhalb des Wrackes ist nur mit äusserste Kraftanstrengung möglich. Bei den einzelnen Sicherheitsstops am Ankerseil hänge ich wie die Fahne im Wind, aber alle kommen wohlbehalten an Bord. Und schon gehts weiter. ab nach ras Mohammed zum Yolanda reef und sharkpoint für den nächsten Tauchgang. Wir springen direkt vom Schiff abgesetzt ins Wasser und immerhin sehen einige den Adlerrochen und wohl auch einen Hai. Die Toiletten sind immer noch da und einige lassen sich zum üblichen Foto darauf nieder. Die Sicht ist immer noch mäßig und so freuen sich alle auf das Mittagessen ( diesmal Fisch). Also doch wieder weight watcher mäßig, da auch lange Zeit nicht klar war ob es Fisch oder Hühnchen ist. Zum Abschluss von Ras gibts noch einen Drift geplanten Tauchgang von Shark oberservation Richtung Shark Point. Leider wird’s kein Drift, sondern eher andauerndes flösseln. Zum Abend gibts dann Hühnchen und die Hartgesottenen machen einen Nachttauchgang an unserem Nachtankerplatz Bluff Point. Am frühen Morgen soll entschieden werden ob die Ulyysses betauchbar ist oder wir gleich zur Rosalie Möller fahren.
6.00 Weckruf, der Wind ist mit 3 mäßig und wir entschließen uns sofort zur Rosalie Möller aufzubrechen. Um 7.00 Uhr liegen wir direkt am Krähenmast der Möller festgemacht vor Ort. Der Wellengang nimmt zu, aber es wird gehen. Mit einer max Tiefe von 56m ist dieses Wrack nicht jedermanns Sache und so treten nicht alle den Tauchgang an. Die Sicht ist für dieses Wrack typisch sehr schlecht. Mein geplantes eindringen und der damit verbundenen Tauchgangsdauer und Gaslogistik verwerfe ich auf Grund der Wellenbedingungen. Kurze einblicke in einzelne Teile müssen diesmal genügen, der alte Dining Saal ist dann wieder nächste Mal mein Ziel. So haben wir einen tiefen entspannten Tauchgang und alle Neu Rosalie Möller Taucher sind wirklich beeindruckt. Zwar haben viele nur Teile sehen können, weil die Nullzeit und der Luftverbrauch weglief, aber ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, da ich bei diesen Bedingungen fast nicht geglaubt hätte die Rosalie betauchen zu können. Ein 2ter Tauchgang ist nicht mehr möglich, da wir schon wieder ca 2m hohe Wellen haben. Damit ist auch der geplante Tauchgang an der Ulysses erledigt. Shit happens. Also nochmal nach Bluff Point zu einem Drift Tauchgang und Mittagessen(Hühnchen) Direkt nach dem essen überraschen uns Delphine und viele Fotos werden Unterwasser von den Jungs geschossen, als dann zum Ende auch noch der Napoleon wieder auftaucht und im Hintergrund ein Adlerrochen flitzt ist uns das Abendessen völlig egal.( Fisch)
Am frühen Morgen wollen wir nochmals Abu Nuhas probieren und uns an die Chrisoula K wagen. Dort angekommen ist nichts möglich, ausser nochmals bei sportlicheren Bedingungen an der Giannis zu tauchen. Nach eingehenden Briefing machen allerdings 95% einen Rückzieher und wir tauchen nicht sondern fahren nach Siyul Kebir. Hier springen fast alle nochmals für einen Fun Tauchgang ins Wasser und bewundern die Soft Korallen .Das Abendessen ist diesmal völlig anders: Es gibt einen Truthahn, allerdings nicht ganz durch und der Rest ist wie immer.
Den Abschluss macht dann Shab Paradise nahe bei Shab el erg. Hier kann man Schildköten Schwarmfische und mit Glück auch Delphine beobachten. Ok es gab nur freischwimmende Muränen und Schwarmfische, aber es war ziemlich entspannend: keine Strömung keine hohen Wellen.
Die Rückfahrt war schnell und alle haben Ihre Sachen gepackt. Theoretisch hätten wir im Hafen an Bord bleiben können für eine weitere Übernachtung, aber wir wollten nur noch runter. Das Abschlussgespräch mit dem Eigner übernahm unser Mann vor Ort ( Walter Heil) und fiel dementsprechend aus, Geld zurück hatten wir nicht erwartet und so hatten wir nur die Genugtuung, das der Eigner in ganz Hurghada seinen Ruf ruiniert hat, abends im Kaffeehaus berichteten mir schon Freunde, das alle in Hurghada über diese Safari Bescheid wissen, na ja : insh’allah .
Fazit: Taucherisch war bei diesen Bedingungen nicht mehr zu machen und eigentlich bin ich sehr zufrieden bei diesen Bedingungen dieses Programm geschafft zu haben. Das auf Schiffen etwas kaputt geht --auch normal, soviel auf einmal ist einfach nur Pech. Das der Mechaniker nicht in der Lage ist die Aircondition zu reparieren spricht für sich und das nur ein Hilfskoch an Bord war, der das gesamte Fleisch gebunkert hat um es innerhalb seiner Familie zu verteilen (stellte sich im Gespräch mit dem Eigner und nach Augenschein der Kühlschränke heraus) ist klar auf den Eigner zurückzuführen und wirft kein gutes Bild auf die Führung des Schiffes. Ein Lob hat nur der Zodiacfahrer, der Kompressorboy und der Mann im Salon verdient. Der Kapitän hat seinen Job gut und sicher gemacht und bedarf keiner weiteren Erwähnung. Wenn sich also im Qualitätsmanagement nichts ändert rate ich von der Capt. Moro als Safarischiff ab. Das Schiff als solches ist aber eine Klasse für sich, sofern alles funktioniert..
Detaillierte Tauchberichte zur rosalie und zur Thistlegorm, sowie alle Gps Daten folgen in den nächsten Tagen.
|